Inhalt
Mozarts koreanisches Tagebuch
Südkorea 2010 (#1)
1. Tag: 13.01., Seoul
Mit einem ebenso beherzten wir eleganten Sprint durch den Frankfurter Flughafen schaffen wir es rechtzeitig an Bord. Mit Filmen, Spielen, Musikhören vergeht der Zehn-Stunden-Flug sehr schnell.
In Seoul werden wir vom Management in Empfang genommen. Es ist bitterkalt. Im Hotel quartieren wir uns in unsere gemütlichen Zimmer ein. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht, der kollektive Magen knurrt. Nach dem Mittag- oder sollen wir besser sagen Abendessen, machen wir noch einen Spaziergang durch die Innenstadt.
2. Tag: 14.01., Seoul
Dieser Tag beginnt mit einem leckeren Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt. Danach fahren wir in das Seoul Museum of Art; dort ist eine Andy-Warhol- Ausstellung. Wir singen auch ein bisschen; man kann es auf You Tube sehen.
Nach dem Mittagessen proben wir; schließlich ist morgen das erste Konzert.
Abends essen wir italienisch. Zum Nachtisch gibt es Doughnuts. Hmmm. Doughnuts.
3. Tag: 15.01., Seoul - Goyang
Wir gehen japanisch essen. Die alten Tourneehasen kennen das vom Vorjahr; die Neuen werden von Masaya und Shintaro in die Geheimnisse des Stäbchenessens eingeweiht.
Im Hotel ruhen wir uns aus; dann machen wir uns auf den Weg zu unserem ersten Konzert in Goyang, ungefähr 45 Minuten von Seoul entfernt. Dabei werden wir Zeugen eines seltenen Spektakels: einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Der Mond schiebt sich vor die Sonne, um seinen Rand ein Feuerkranz. Das kann man nur in Teilen von Asien und Afrika sehen, und wir fühlen uns sehr privilegiert.
4. Tag: 16.01., Seoul
Die hohen Attraktionen und Achterbahnen befinden sich draußen. Der Eislaufplatz ist in der warmen Halle. Nach vier Stunden brauchen wir wieder eine Mahlzeit. Diesmal gehen wir koreanisch essen. Es gibt Bulgagi. Dabei wird Fleisch in einer Art elektrischem Wok gebraten. Dazu gibt es Süßkartoffeln, Glasnudeln und Mais.
Danach fahren wir ins Hotel zurück. Wir telefonieren mit der Heimat.
5. Tag: 17.01., Seoul - Seongnam
Das Wetter lädt zu einem Spaziergang durch den Park und wir machen ein Foto nach dem anderen.
Wir stärken uns mit einem chinesischen Mittagessen, wobei wir hier sehr gefordert sind, denn Suppe mit Stäbchen zu essen ist gar nicht so einfach. Altmeister Shintaro weiß aber, wie es geht.
Anschließend fuhren wir zu unserem zweiten Konzert. In Seongnam wurden wir schon von begeistertem Publikum erwartet. Sehr nett! Wie die schreien können, die Koreaner!
6. Tag: 18.01., Seoul
So ein Studiotermin macht Spaß, aber strengt auch an. Um wieder zu Kräften zu kommen, gehen wir Ripperl essen. Vielleicht nicht das eleganteste Essen, aber lecker.
Abends gehen wir (stets kulturbeflissen) in das Green Day Konzert. Sie spielen unter anderem sogar eine Version von Mozarts Kleiner Nachtmusik. Die hätte dem Wolfgang sicher auch gefallen!
